Später zeigte er mir  auf meine Bitte hin seinen Ausweis,  worin alles  mögliche stand, ausser Samson.  Da das Passbild jedoch  mit seinem Antlitz harmonierte, schrieb  ich seinen richtigen Namen ab und schob das Anmeldeformular wieder zur Seite.

 "Na denn, Samson", strahlte nun auch ich, "wann wollen wir fahren?"

"Oh good, fahren ... now"  dabei tänzelte er ein  wenig  und drehte mit seinen Händen an einem imaginären Lenkrad. Nach  kurzem hin und her verabredeten wir uns für den nächsten  Vormittag,  denn  schliesslich  sollte  in  ein  paar  Minuten  der  theoretische Unterricht beginnen.

Schon  bald  mussten wir feststellen,  dass  sein  Deutsch und  mein  Englisch für eine solide Ausbildung  eher hinderlich als  nützlich  waren.  Soviel  aber war  aus seinen Schilderungen  herauszuhören,  dass  er  in seiner  Heimat  Ghana  schon  einige Jahre mit allen möglichen fahrbaren Untersätzen herumgekurvt war.

Nachdem  er  seine   gestenreiche  Erzählung  beendet  hatte,  bat ich ihn auf die selbe Weise,  mir einmal zu demonstrieren,  wie man dort,  unweit des Äquators, fährt. Ich hatte keine Ahnung,  was zu erwarten war, denn ich bin in meinem Leben aus Europa noch nicht herausgekommen.

Spätestens nach der dritten Fahrstunde war mir klar geworden,dass sich an seinem Stil wohl nichts mehr ändern würde,   deshalb stellte ich ihm ganz behutsam die Frage, ob in Ghana am  Ende alle so fahren?  Da schaute er mich mit weit  aufgerissenen Augen an und erneut traf mich ein Redeschwall,  aus  dem  ich mehrmals das Wort  horrible heraushören  konnte.  Abschliessend  stellte er  unmissverständlich  klar,  dass sich das  ausschliesslich auf den  Rest der  Einwohner  am  Golf von  Guinea bezog.

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