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Die richtige Geschwindigkeit spielte dabei, wie gesagt, eine untergeordnete bzw. gar keine Rolle. Eine weitere Marotte von ihm war, dass er
den Fahrschülern alles, aber auch wirk- lich alles vorkaute, was sie zu tun oder zu lassen hatten. Das hörte sich dann etwa so an:
„Ein bißchen schneller, wenn ich bitten darf. So und jetzt wieder etwas langsamer. Blinker raus, Umschauen nicht vergessen. So, mein Fräulein, nun schalten wir
wieder hoch, bevor uns die Kolben um die Ohren fliegen. Wären sie wohl so freundlich, endlich zu schalten?" und so weiter und so weiter. So ging es während der ganzen Fahrt.
Nur ja nichts tun, was er nicht vorher angeordnet hatte. Zwischendurch paffte er dann immer wieder an seiner mordsmässigen Tabakkeule.
Eine der älteren Fahrschülerinnen war es natürlich nicht gewohnt, mit 60 bis 70 km/h durch die Ortschaft zu rasen. Auch war sie im Gegensatz zu den Jüngeren
überfordert, als sie bei diesem Affenzahn auch noch die vorfahrtsberechtigten Strassen zu unserer Rechten beachten sollte. Unglücklicherweise tauchte dann
auch noch ein anderer Pkw vor uns auf, während sie wieder viel zu schnell unterwegs war und einmal mehr zu lange in die falsche Richtung schaute. Rasant näherten wir uns dem Vordermann und sie lugte noch immer an meiner Nase vorbei. Unser Freund auf den rückwärtigen Plätzen geriet in Bewegung. Er krallte sich mit beiden Händen in meine Sitzlehne und begann daran zu rütteln. Dabei schrie er:
„ B R E M S E N !!!", und gleich noch einmal:
„B R R R E M S E N !!!"
Es hörte sich an, wie das Nebelhorn eines Ozeanriesen, das seine Angst vor einer Kollision in den undurchsichtigen Dunst brüllt. Meine Fahrschülerin war durch
diesen plötzlichen Ausbruch so erschrocken, dass sie augenblicklich voll auf das gewünschte Pedal trat. Mit Müh und Not war ein Auffahrunfall vermieden worden.
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