Ich ließ  beide  gewähren,  denn ich hatte ja noch keine Ahnung von dem,  was uns da erwarten sollte. Doch dann erschütterte ein dumpfer Aufprall unseren fahrbaren Unter- satz, und mein Liebling machte einen leidenschaftlichen,  nicht unbescheidenen Sprung zurück  zur  Fahrbahnmitte.    Meine  bezaubernde  Fahrschülerin  starrte  mich  einen  Augenblick  ganz entzaubert an,  entspannte  sich dann aber  schnell  wieder,  denn die Kiste  lief  ja   noch.  Sie  rutschte nur ein paarmal kurz auf ihrem Sitz hin und her, als wollte sie ihre Sitzposition für diesen kleinen Fauxpas verantwortlich machen. Oder sie wollte damit andeuten: wir fangen jetzt noch einmal von vorne an; was bisher war, gilt nicht.

Gegen Ausgang der Kurve  spürte ich ein leichtes  Schlingern des  Wagens.  Ich beugte mich ein wenig nach vorne, damit sie mein beruhigendes Lächeln besser sehen konnte. In Wahrheit war es wahrscheinlich eher eine Grimasse.

"Da vorne, ein paar Meter nach der Kurve, ist eine Ausweichstelle, dort wollen wir an- halten  und  den rechten vorderen  Reifen  wechseln",  sagte ich zu ihr.  Nebenbei deu- tete ich zu dem Platz, den man bereits erkennen konnte.

"Oh!"  meinte sie  zunächst  und  blickte mir dabei mit  ehrlicher  Enttäuschung in die Augen. "Können wir das nicht ein andermal üben, das Reifenwechseln meine ich? Ich würde viel lieber weiterfahren, oooch bitte!" Dabei hatte sie den Blick, mit dem Frauen

Weiter im Text