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verschluckt. Mir wurde ganz flau im Magen. In diesem Moment erinnerte ich mich an die Geschichte,
die mir ein Kollege erzählt hatte. Dessen Fahrschüler war aus dem selben Grund verloren gegangen und irrte nachher über eine Stunde alleine durch die Stadt, wobei er auch noch mit dem Motorrad umstürzte und nicht mehr in der Lage war, es selbständig aufzurichten. Ich hoffte und betete, dass mir ein solches Erlebnis erspart blieb. Luis würde mit dem Motorrad zwar nicht gleich stürzen, jedoch konnte alles mögliche passieren. In einem solchen Moment malt man nur in finstersten Farben. Mich beruhigte ein wenig die Gewissheit, dass er schon sehr gut fahren konnte, wenn er wollte; hoffentlich war heute so ein Tag - denn er wollte nicht immer. Nach eineinhalb Stunden verzweifelter Suche fuhr ich zu unserer Garage. Sie befand sich am anderen Ende der Stadt, da in unserem Viertel keine zu mieten gewesen war.Ich wackelte am Türgriff, aber das Tor war verschlos- sen; also fuhr ich weiter. Ich war jetzt nicht mehr in der Lage, einen vernünftigen Gedank- en zu fassen. Doch dann kam mir die Idee, dass er möglicherweise bereits zu Hause sein könnte. Also ergriff ich diesen rettenden Strohhalm und telefonierte mit seiner Mutter, mit dem Erfolg, dass die sich nun ebenfalls sorgte, denn bei ihr war er auch noch nicht auf- getaucht. Meine Innerstes krampfte sich immer mehr zusammen. Ich fuhr noch einmal zur Garage, obwohl ich darin überhaupt keinen Sinn sah. Zwei Stunden waren inzwischen ver- strichen, und ich hatte während der Suche ganz vergessen, dass noch andere Fahrschüler in meinem Terminbuch standen. Trotzdem zog es mich noch einmal dorthin. Als ich in die Einfahrt einbog - die Garagen befanden sich in einem Hinterhof - sah ich das Tor offen- stehen und mitten drin thronte die vermisste Maschine; fein säuberlich auf den Haupt- ständer aufgebockt. Ich konnte mein Glück nicht fassen. Doch wo war Luis? Ein anderer Fahrlehrer, der soeben das zweite Motorrad daneben schob, erzählte mir, dass er vor fast zwei Stunden schon einmal hier war und er meinen Fahrschüler mit der Maschine vor der Türe vorfand. Luis erzählte ihm, dass er mich verloren hatte und deshalb auf schnellstem Wege hierher,
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