Ich  wollte  Fahren lehren ab dem Zeitpunkt, als ich das erste Mal neben einem Fahrlehrer sass. Natürlich hatte ich damals keine Ahnung davon, wie schwierig es werden würde, dieser verantwortungsvollen Aufgabe gerecht zu werden. Und doch bereitete es mir mit der Zeit immer mehr Freude, die jungen Leute auf das prüfungsreiche Leben vorzubereiten, das die meisten noch vor sich hatten.   Was für so manchen von ihnen eine Selbstverständlichkeit darstellte, wurde für den Anderen zu einer unlösbaren Aufgabe, weil es für ihn nichts schwierigeres gab, als sein Nervenkostüm unter Kontrolle zu bringen. Bei vielen musste mehr am Selbsvertrauen gearbeitet  werden, als an der Fahrausbildung. Für mich war es dabei oft schlimm mit ansehen zu müssen, welchen Schaden sogenannte Pädagogen in den Schulen an meinen Schützlingen angerichtet hatten.

Dieses Buch schrieb  ich, weil ich irgendwann das Gefühl hatte, es könnte einfacher werden, wenn meine Fahrschüler das  gleiche, das ich ihnen  immer  und immer wieder zu  vermitteln suchte, von anderer kompetenter Stelle noch einmal aufgetischt  bekamen.  Da ich aber die meiste Zeit ohne einen Kollegen an meiner Seite arbeitete, war ich fest davon überzeugt, mit diesem Buch diesen Mangel wettmachen zu können. Leider kam für mich diese Hilfe zu spät, denn ich konnte dieses Buch erst schreiben,  nachdem ich das Fahrschulgeschäft aufgeben musste, weil eine zweite Thrombose meine linke Beinvene gänzlich verschloss. Ich hätte nicht im schlimmsten Alptraum daran gedacht, dass ein genetischer Defekt, meinen einstigen Traumberuf beenden würde.

An dieser Stelle sei auch der Hinweis angebracht, dass bitte keiner meiner Leser ein literarisches  Kunstwerk erwarten darf. Auch können sich orthographische Fehler eingeschlichen haben,  doch sollte das kein Problem sein, weil man dennoch leicht verstehen kann, worum  es hier geht  und  was bei meinen Ausführungen gemeint ist - ausser vielleicht, man ist ein kleines Schulmeisterlein. Aber für die wurde es ja nicht geschrieben. Ein Kollege hat mir eine e-Mail geschickt und mir erklärt, dass er mein Buch nicht empfehlen kann, weil er Rechtschreibfehler entdeckt hatte.  Auch sowas gibt es!

Geschrieben habe ich es für alle Fahrschüler die gewillt sind, auch zwischen  den Zeilen zu lesen und das Gelesene zu hinterfragen,  um  die notwendigen Schlüsse daraus zu ziehen. Und natürlich für meine Kollegen in der Fahrlehrerschaft, denen die Arbeit erleichtert werden kann,  wenn sie dieses Buch als Hilfe akzeptieren.

Ich freue mich, das Internet als Plattform für mein Buch entdeckt zu haben, denn speziell die Animationen, die einen besonderen Reiz ausmachen, weil sie schwierige Manöver im Verkehr leicht verständlich darstellen, sind nur hier möglich.

Nun wünsche ich viel Erfolg bei der Ausbildung, und dass sie als ein besonders schöner Abschnitt Eures Lebens in Erinnerung bleibt.

 

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