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„Eine Million", hörte ich den Prüfer sagen, als hätte er schon eine
gewisse Routine bei solcherlei Angeboten. Auch deutsche Fahrschüler machten ihm solche Offerten, es handelte sich also keineswegs um spezifisch nationale Gepflogenheiten.
Jasim fiel das Gesicht herunter:„Warum nur so teuer?"
Darauf antwortete der freundliche Herr hinter uns:
„Schließlich verliere ich meinen Job, wenn ich mich auf derartige Geschäfte einlasse, und dann
möchte ich wenigstens ausgesorgt haben." Das war zu einer Zeit, als das mit einer Million noch möglich war.
Ganz ruhig und unmissverständlich wurden diese Worte gesagt, und Jasim konnte sein Pech nicht fassen. Resignierend meinte er nur noch:
„Egal, vielleicht nächstes Mal gewinnen."
Völlig niedergeschlagen stieg er aus und trottete mit hängenden Schultern davon. Die Wagentür ließ er weit offenstehen. Er hatte offensichtlich sein Interesse an uns verloren.
Noch am selben Abend klingelte bei mir Zuhause das Telefon, dringender als sonst, wie mir schien. Ich würgte den letzten Bissen Abendessen hinunter und hob den Hörer ab. Sofort
erkannte ich das vertraute Organ.
Als lägen die Ereignisse schon eine Ewigkeit zurück, vernahm ich seinen Wunsch:
„Servus Lehrer, wann nächste Prüfung machen?" und der letzte Brocken verlor augen- blicklich seinen hervorragenden Geschmack.
Ich musste wieder einmal mit Bedauern feststellen, dass er seine Lektion noch immer nicht gelernt hatte. Was musste sich denn noch ereignen, damit er endlich einsah, dass er noch
immer ganz am Anfang seiner Ausbildung stand.
„Oh, Jasim, kapiere doch endlich, ... bitte."
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