das Zeichen zum Anhalten gewesen; aber Susi fuhr weiter. Unglücklicherweise stand der weisse Mann genau im Visier unseres Kühlers. Zunächst begnügte er sich damit,  uns mit lässigen Gesten der anderen Hand zu bedeuten, dass wir stehen bleiben sollten;  Susi aber fuhr weiter. Jetzt wurde er sichtlich nervös. Er würgte irgend etwas hinunter,  das konnte ich deutlich erkennen, pumpte dann mit beiden Händen und ging dabei rückwärts. Zuerst ganz  langsam,  doch  dann   schneller und schneller, schliesslich rannte er,  während Susi näher  kam.  Gott sei es gedankt löste sich meine  Lähmung,  kurz  bevor  er das andere Ende der riesigen  Kreuzung  erreicht  hatte.  Etwa einen viertel Meter vor seinem rechten Meniskus brachte ich  mittels  Vollbremsung  die Stossstange  unseres  Wagens zum Still- stand.   Unserem  Sheriff  fielen die Schultern herab, nebenbei stiess er mit einem weithin hörbaren Seufzer den angehaltenen Atem aus.

Das war vielleicht ein Anblick. Den Wunsch meiner Kindheit, einmal Polizist zu werden, hätte ich spätestens hier begraben, wenn das nicht schon längst vorher der Fall gewesen wäre. Jetzt  fragte ich Susi:

„Sag mal, hast du den denn nicht gesehen?"

Sie schüttelte nur den Kopf, und ich hatte das Gefühl, dass sie erst in diesem Moment aus einem tranceähnlichen Zustand erwachte. Natürlich  bekam ich von unserem Prüfer auch noch mein Fett ab. Er schimpfte:

„Sie haben vielleicht Nerven Mann, nächstes Mal bremsen sie gefälligst, bevor der da vorne Seitenstechen bekommt!"

 

Sag' mal Mädel, kannst du denn Polizisten nicht leiden?

Keine Ahnung, hab' noch keinen getroffen!

Und was ist mit dem ?

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