Es war nicht zu fassen,  welch unsägliches Vergnügen ihm diese Dusche bereitete,  zu der es nun endlich doch noch gekommen  war.  „Das haben sie jetzt davon",  lachte er weiter, „lungern  hier  den  ganzen  Tag  herum  und verbreiten Gerüchte. Wenn dann der Mann nach Hause kommt, ist nichts zu essen da, weil die Damen den lieben langen Tag einfach nicht dazu kamen."

Ich konnte es nicht glauben, beinahe hätte ich vor der Pfütze gebremst und so die Prüfung  vorzeitig beendet.

Ich denke, im Hinterstübchen habe ich mich auch ein wenig über die Drei geärgert. Sie hätten sich für ihr Happening getrost etwas günstiger plazieren können. Schliesslich standen sie mehr als zwei  Stunden dort. Unser Prüfer jedenfalls gab auch weiterhin die Kommandos und dirigierte uns nach der üblichen Runde durch die Stadt zum Ausgangspunkt unserer Fahrt zurück. Bis zum Schluss rieb er sich zwischendurch immer wieder die Hände. Jetzt konnte auch er beruhigt zum Mittagessen gehen, seine Mission an diesem Tag war erfüllt. Nachdem er Schorsch den Führerschein ausgehändigt hatte, brachte er noch mit gespielt ernster Miene den Hinweis an den Mann, dass er das in Zukunft unterlassen sollte. Er wolle aber ausnahmsweise ein Auge zudrücken, weil Schorsch ansonsten ja ausgezeichnet gefahren sei.

Später, bei meinen theoretischen Unterrichten sorgte diese Geschichte, die sich bis ins Detail so ereignet hatte, für ausgelassene Stimmung. Die Fahrschüler erinnerten sich bei all ihren Regenfahrten daran und schonten deshalb bei diesen widrigen Verhältnissen die armen Fußgänger. Das Opfer dieser drei Frauen war also nicht umsonst gewesen. Andere Passanten, denen vielleicht das gleiche Schicksal widerfahren wäre, blieben danach von meinen Fahrschülern verschont.

 

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