Eine solche Fahrt wird natürlich etwas mehr  kosten,  da ja ein  zweiter Fahrlehrer  hinzu- gezogen werden muss. Dennoch macht sich eine derartige Investition hinterher sehr schnell wieder bezahlt,  zumal sie auch nur den Bruchteil der Kosten einer  Wiederholungsprüfung ausmacht. Die Konfusion,  die uns unter  Umständen  während einer solchen  Fahrt befällt, kann bis zur tatsächlichen Prüfung leicht in den Griff bekommen werden.  Wir können alle unsere  Reaktionen  dabei testen und beobachten,  und es bleibt uns ausreichend  Zeit, sie wenn nötig,  zu  berichtigen.  So  erging es all jenen,  die wegen zu grosser Aufregung das erste Mal nicht bestanden haben.  Sie wunderten sich nach ihrer  Prüfungsfahrt,  dass alles eigentlich  so  einfach war und ärgerten sich masslos über sich selbst,  weil  sie auf Grund ihrer Ängstlichkeit blockierten und vor allem daran gescheitert waren.

Nur in den seltensten Fällen liegt die Ursache an einer mangelhaften Ausbildung.

Die zweite Prüfung wird von ihnen meist  ganz locker erledigt.  Sie haben  keinerlei Prob- leme mit ihrem Nervenkostüm, denn sie wissen nun schon vor der Fahrt, was sie erwartet.

Bei manchen liegt der nervliche Kollaps auch daran, dass sie zuviel den  Erzählungen ihrer gescheiterten Freunde gelauscht haben.  Nach einer nicht bestandenen Prüfung entwickeln einzelne Zeitgenossen eine Phantasie,  die sie auf eine Stufe mit  orientalischen  Märchen- erzählern stellt. Sie hätten nicht zu scheitern brauchen,  hätten sie schon vorher von dieser Gabe Gebrauch gemacht. Ich möchte euch dazu zwei Beispiele erzählen.

Da  es  nicht  möglich  ist,  an  einem Prüfungstag  alle  Fahrschüler auf einmal zu prüfen, kommt  es  zwangsläufig  zu  Wartezeiten.  Dann  ist  es von Vorteil,  diese Minuten oder

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