Erst  als  ich diese  Betrachtungsweise  angenommen  hatte,  konnte  es auch  mit mir und  meiner Persönlichkeitsbildung besser werden.

Dadurch, daß sich hierzulande viele als Experten hinter dem Steuer fühlen, sobald sie das  erste Mal geradeaus fahren können, ist es nicht weiter verwunderlich, wenn man als Fahrlehrer häufig auf taube Ohren stößt.

Noch nie habe ich einen Führerscheininhaber erlebt, der zugegeben hätte, ein miserabler Autofahrer zu sein. Erzähle einem von den ausserehelichen Eskapaden seiner Frau; es berührt ihn nicht weiter. Wehe aber, du erdreistest dich, ihn zu einem schlechten Autofahrer zu erklären, dann kannst du erfahren, dass es sehr wohl eine Vielzahl hysterischer Männer gibt.

Vor vielen Jahren wurde mir eine Freundschaft aufgekündigt, weil ich darum bat, mich vorzeitig aussteigen zu lassen, da ich lieber zu Fuss gehen wollte, als weiter mitzufahren. Ein halbes Jahr hat deshalb mein damaliger Kumpel kein Wort mit mir gewechselt. Er war unversöhnlich beleidigt, denn ich hatte als idiotisch bezeichnet, was in seinen Augen  perfektes Autofahren darstellte. Nun, wenigstens hatte diese aufgekündigte Freundschaft den Vorteil, dass ich in dieser Zeit nicht mehr mit ihm mitfahren musste.

Als Fahrschüler will man nicht gerne einsehen, warum denn immer wieder so kompliziert gefahren werden muss; es geht doch auch viel salopper. Schliesslich wird uns von allen Seiten, nicht nur von den Eltern und Geschwistern, demonstriert, dass es auch anders geht, ohne dass man gleich Schaden nehmen muss.

Wenn uns bewusst  wird, dass von dem, was wir in der Vergangenheit gelernt haben, nur

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