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Die meisten Fahrschüler glauben und fürchten, dass sie alles verlernen, wenn sie jetzt für einige Zeit unterbrechen. Doch
eher das Gegenteil ist der Fall. Meistens war die Fahrstunde nach einer ausreichenden Pause die beste, die sie während der gesamten Schulung anzubieten
hatten.
Man soll eine Ausbildung auf keinen Fall unter zeitlichem Druck beenden müssen. In der Führerscheinausbildung kann man nichts,
aber auch gar nichts, erzwingen. Alles braucht seine Zeit zum Wachsen und Reifen.
Eine wertvolle Hilfe, die meine Fahrschüler in der letzten Phase ihrer
Ausbildung sehr schnell zu schätzen gelernt haben, möchte ich nun auch euch anbieten.
In den letzten Stunden vor der Prüfung macht man immer wieder jede Menge
Fehler, das ist ganz normal. Nur weiß man zumeist nach der Fahrstunde nicht mehr, was man alles falsch gemacht hat. Oft kann man sich nur noch an ein paar Kleinigkeiten erin- nern. Das wesentliche bleibt dabei jedoch im Verborgenen.
Ich gab meinen
Fahrschülern während der Fahrt nur noch die Richtung an und vermied es, sie auf ihre Fehler hinzuweisen, ausser natürlich, wenn sich schwerwiegende Patzer wiederholten. Statt dessen notierte ich alles, was es noch zu verbessern galt, auf einem Spickzettel, den sie nach ihrer Fahrt mit nach Hause nehmen mussten. Auf diese Weise war es ihnen möglich, sich daheim oder bei den täglichen Bus- oder Zugfahrten mental auf jede nächste Fahrstunde vorzubereiten. Ich notierte in Stichpunkten alle grundsätz- lichen Mängel, die es jetzt nach und nach zu eliminieren galt. Das sah dann etwa so aus:
–Stop-Zeichen beachten. Erst halten, dann schalten.
–In Einbahnstraßen zum Linksabbiegen so früh und so weit als möglich nach links einordnen.
–Fahrstreifenbegrenzung nicht überfahren.
–Vor dem Blinken nachfolgenden Verkehr in den Spiegeln beobachten usw.
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