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Geduld
Als mein Sohn Manuel noch klein war, war er geradezu ein Paradebeispiel für dieses Thema. Wollte ich ihm irgend
etwas Neues beibringen und es klappte nicht auf Anhieb wie er sich das vorgestellt hatte, verlor er augenblicklich das Interesse. Er schimpfte dann nur: "Das kann ich nicht, und ausserdem finde ich es blöd."
Dadurch wurden jegliche Versuche, die eigenen Möglichkeiten zu erweitern,
im Keim erstickt. Ich versuchte dann mit allen erdenklichen Beispielen und Erklärungen zu ver- deutlichen, dass er doch geduldiger sein soll und was dieses Wort für eine Bedeutung hat; leider ohne jeden Erfolg.
Bei euch, liebe Leser, sind solche Ausführungen sicher überflüssig, ihr seid erwachsen und habt oft genug den Sinn dieses Wortes erfahren können.
Bei meinen Fahrschülern habe ich die Mühe des Autofahrenlernens oft mit der des Ski- fahrenlernens
verglichen. Diese Parallele bietet sich bei unserer geographischen Lage geradezu an, denn hier beherrschen das viele. Vielleicht habt auch ihr das Skifahren probiert, und zwar nicht als Kind, sondern erst später, als Jugendlicher oder Er- wachsener.
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